Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Philosophie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Philosophie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 7. August 2022

Will the Circle be unbroken? - Sommer '22

Ohne Maddrax is' auch keine Lösung. Zwar hatte ich mich zu einer Lesepause von drei Ausgaben verdonnert, denen ich mich dann am Ende des Sommers am Stück widmen kann. Weil ich meinen Fokus ein wenig auf andere Lektüren legen wollte. Ein Vorsatz mit Hintertür, denn er bezog sich ja nur auf die aktuelle Serie. Ältere Bände der geilsten Groschenromane der Welt buhlten nämlich nun verstärkt um meine Aufmerksamkeit, folgenden Heftchen wurde sie denn auch zuteil: MX366 - Tausend Jahre wie ein Tag von Sascha Vennemann, MX27-Ruf des Blutes von Timothy Stahl und MX443 -Die Erleuchteten von Jo Zybell. Vennemanns Beitrag changiert zwischen Iron Sky, Indie Jones und der Grundidee von  Philip K. Dicks "Orakel vom Berge": Das nationalsozialistische Deutschland hat seinen Kampf gewonnen und eine arische Diktatur etabliert. Allerdings in einer Parallelwelt, die nun dank eines Artefakts auf der uns vertrauten postapokalytischen Erde auftaucht. Sensibles Thema, überbordende Satire: Reichsflugscheiben, ein durchgeknallter GröFaz, ein Robo-Adolf, dazu kaum einsatzfähige Reichsflugscheiben... eine gelungene Gratwanderung! Ebenfalls ein Conspiracy-Sujet, ebenfalls witzig und unterhaltsam, im direkten Vergleich jedoch ein eher harmloses Vergnügen: Jo Zybell dreht das Reptiloidenthema im Ringweltsystem auf den Kopf, weil die reptilienhaften Messisianer nun die Humanoiden fürchten. Das Personal hat Namen wie Puudin und Edoan, die Hauptstadt der Schwurbler heisst Schwurb'laa, das heilige Buch der Sekte trägt den Namen Dr. Axel Stolls. Tränen gelacht. Und "Der Ruf des Blutes" ? Der Blick zurück zeigt, wie sich gut, aber auch wie anders die Serie in ihren Anfängen war: Die Story um eine Nosfera-Jägerin und ihre jugendliche Community überrascht mit zwei Wendungen und geht (trotz oder wegen?) ihres simplen Strickmusters mehr an die Emotionen denn ans Zwerchfell. Von der Komplexität heuter Geschichten weit entfernt.

Wo wir schon bei Emotionen sind: Der Lichtwolf ist für mich eine der besten Entdeckungen der letzten Zeit, ich habe sogar - klarer Verstoß gegen einen eherne Vorsatz -  über ein Abo nachgedacht. Klar: Für Publizierende, besonders für jene, die mit kleinen geilen Druckerzeugnissen die Nischen meines literarischen Interesses ausleuchten, sind abgeschlossene Abos Gold wert, weil sie Planungssicherheit ermöglichen. Allerdings hab ich dann keines gebucht. Und plötzlich der Knall: In Ausgabe Lichtwolf #74 mit dem bezeichnenden Schwerpunkt Weitermachen! kündigt Herausgeber Hieronimus Schneidergger das Ende der 22jährigen Geschichte des Philo-Fanzines an. Ein Grund, das lässt er ganz klar durchblicken: Zuwenig verlässliche, regelmäßige Leserschaft. Viel Frust, finanzielle Einbußen. Offenbar Zeit, den Wolf wieder zurück in die Steppe zu lassen. Mehr als bedauerlich. Hätte mein Abo das Blatt vielleicht wenden können? Bei den Zahlen, die Schneidegger in einer betriebswirtschaftlichen Bilanz freimütig abdruckt, frage ich mich das ernsthaft. 


Im Innern des Lichtwolfes dann wieder viele lesenwerte Artikel. Im Angesicht der kommenden Einstellung des Periodikums scheinen sie mir eindringlicher als sonst. Besonders Marc Hieronimus' Essay "Weitermachen? Bloss nicht!" ist ein finsterer Blick in den Abgrund, auf den unsere Hyperkonsum-Zivilisation verblüffend unbeirrt zurast. Dabei bezieht er sich auf die Arbeit des Philosophen und Theologen Ivan Illic ("Meine Arbeit ist ein Versuch, mit großer Traurigkeit die Tatsache der westlichen Kultur zu akzeptieren"), den er ausfühlich vorstellt. Kommt die große Einsicht von selbst? Ein Gespräch mit einer jungen FFF-Aktivistin im vergangenen Mai, an deren Name ich mich bedauerlicherweise nicht mehr erinnern kann, hat mich tagelang mit Hoffnung erfüllt. Die Waldbrände während meines Sommerurlaubs und die Tonnen von Plastikmüll, die am Ferienort produziert wurden, haben mir einen deprimierenden Dämpfer verpasst. Und ich war nur in Südfrankreich, nicht in Brasilien oder Mumbay. Den höllischen Kreis von Wachstumswirtschaft und Ausbeutung von MEnschen und Ressourcen zu durchbrechen wird bedeuten, sich auf ein radikal anderes Leben einstellen zu müssen. "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass," ist sicher kein funktionierendes Motto. - Auch herrlich, witzig, interessant oder inspirirend in dieser Ausgabe: Die Vorstellung des Alternativwolfs, Michael Helmigs Blick auf die antike Strömung der Bewegungsleugner anlässlich eines Athen-Besuchs, Ewgeny Kasakows True-Unrechtsstaat-Thriller um den polnischen Mehrfach-Staatsfeind Sobolewsky.

Kackendreist: Druckfrisch und vom Feuilleton bejubelt hat sich Andrea Abreu mit ihrem Debut So forsch, so furchtlos auf meinem Lesestapel vorgedrängelt, denn es verbindet mehrere Motive, für die ich nicht nur generell empfänglich bin, sondern nach denen mir zur Zeit auch besonders der Appetit steht: Provinz, Prekariat, Pubertät. Und Südeuropa - Die vier P's also, wenn ich das vom Ende des Worts dazumogeln wöllte. Abreu erzählt das schmerzhafte Zerbrechen einer Mädchenfreundschaft auf Tenerriffa. Allerdings nicht an den küstennahen Urlaubsorten, wo die Eltern von Isora und ihrer Freundin, der Ich-Stimme, schuften müssen, sondern im Innern der Insel. Ihr Dorf ist die Hänge des Vulkans gebaut. Eine Begegnung mit einem blonden Touristenmädchen, das sich aus ihrem Resort in die struppige Wildnis der Vulkaninsel locken lässt, gehört dann auch zu den rätselhaftesten Szenen des Buches. Im Mittelpunkt steht aber ganz klar das sexuelle Erwachen der beiden Mädchen. Unberechtigt ist der Jubel um diesen kurzen Roman tatsächlich nicht: Der Sound ist eigensinnig, derb fäkal und sehr poetisch, Haupt- und Nebenfiguren zum Verlieben und Verzweifeln, die Atmosphäre ist schwül, drückend, abenteuerlich. Allerdings versaut das Ende einiges, da es einer erzählerischen Konvention aus der Mottenkiste folgt: Eins der Mädchen, natürlich das enfant terrible des Duos, die angebetete Isora, kommt ums Leben, als sie sich trotzig aus der Enge ihrer Umgebung losreißt und ohne Rücksicht auf die schüchterne Freundin ihre Chance ergreift, den Sehnsuchtsort "Meer" zu erreichen. Oh sorry das war ein Spoiler. Aber ich bin auch ein bisschen sauer, weil es bis dahin so gut war.

Nehme ich das hier tatsächlich mit an den Strand? Ina Elbrachts Beitrag zur "Grusel Thriller"-Reihe in Jörg Kleudgens BLITZ-Verlag schien mir erst gar nicht so recht in die Jahreszeit zu passen, aber weil Papageien drin vorkamen, konnte sich trotzdem ein sommerliches Lesefeeling einstellen. Das Taschenbuch (mit Blutschloss-samt-Fledermaus-Logo sowie Coverbild von Pulp-Legende Sieber-Lonati äußerst stimmig aufgemacht) hatte lange genug auf dem Stapel gelegen; außerdem mag ich Ina Elbrachts Bücher. Das Ding war also reif. In Der Todesengel lerne ich zunächst nicht die Hauptfigur Helene kennen, eine erfolglose Immobilienmaklerin am Rande der Verzweiflung, sondern lese, wie das Mädchen Gerda Grope von einer rätselhaften Unbekannten in den Weltkriegswirren des zerbomben Köln gerettet und schließlich an Kindes statt angenommen wird. Später wird sie mir als Helenes verschrobene und stinkreiche Auftraggeberin, der Nachnahme ergänzt um ein vornehmes "von", wiederbegegnen. Da stelle ich als Leser zwar erste Verbindungslinien her, doch was die Autorin tatsächlich im Schilde führt, merke ich erst, wenn es zu spät ist - für Helene. Denn einfach und gradlinig ist in dieser Geschichte mit ihren drei Zeitebenen erstmal nichts. Mit viel schriftstellerischer Ironie gemahnt zwar die schnodderige Art der Heldin an die Bahnhofsliteratur vergangener Tage - "Der Todesengel" ist hingegen ein Treppenturm aus Motiven, Hinweisen, Szenen und Handlungen, das leicht weg zu lesen ist, aber nachhaltig wirkt. Ein Papageienanwesen nebst seltsamer Dienerschaft, das Motiv des Überschminkens, die Verwirrung der Begriffe und eine alternative Deutung der Kölner Richmodis-Sage - es ist die große Kunst von Ina Elbacht, ihre Erzählung mit Leichtigkeit und Sprachwitz, aber auch mit drastischen Horrorszenen bis zur Auflösung in der Spannung zu halten. Mit dem Lüften des Geheimnisses aber ist es in einem echten "Grusel Thriller" noch nicht getan. Helene muss am Ende versuchen, einen dämonischen Kreislauf zu durchbrechen, da gehört sie sich schon nicht einmal mehr selbst. Zum Finale wird es also nochmal richtig spannend.

Ein bisschen weniger spannend, dafür ergreifend und witzig ist Caravan, im englischen Original "Two Caravans" von Erfolgsautorin Marina Lewyca. Hab ich als recht zerlesenes Exemplar auf dem Campingplatz aus dem Regal gefischt und bin nicht weniger als beglückt von diesem Fund. Die ukrainischstämmige Britin Lewyca ist mir natürlich mehr als einmal auf den Stapeltischen der Buchhandlungen begegnet, zum Kauf gereizt hat mich ihr Bestseller Eine Geschichte des Traktors auf Ukrainisch aber nicht. Zehn Jahre hat dessem Nachfolger Caravan mittlerweile auf dem Buckel. Die Geschichte um eine Gruppe von Erntehelfer/innen, ihrer Flucht durch England, ihrer Zersplitterung und ihr Finden unterschiedlicher Erkenntnisse, Glücksmomente und Zukunftsaussichten ist konsumierbar geschrieben, entwickelt jedoch mehr Tiefgang, als der Anfang auf der Erdbeerfarm vermuten lässt. Der nämlich verbreitet mit seinem dicken Bauern und der Hackordnung innerhalb der multikulturellen Zwangsgemeinschaft noch ein typisch britisches Wallace&Gromit - Feeling: Skurril, aber harmlos. Doch mit fortschreitender Handlung entfaltet die Autorin ein gesellschaftliches Panorama, das neben vielen Themen auch die Zerrissenheit der ukrainischen Bevölkerung zwischen prorussischen und prowestlichen beleuchtet -aktuell und erhellend. Arbeiterklasse, Klimakrise, Globalisierung und Ausbeutung -  Lewyca bohrt sich mit großer Menschlichkeit in die Kernkonflikt unserer Zeit. (s.a. David Goodhart!) Eine extrem gewinnbringende Lektüre!

Aus unserer beliebten Kolumne Comics & Sachbuch: 

David Goodhart - The Road to Somewhere, ein offenbar in Großbritannien recht umstrittenes Buch, das in eine ähnliche altlinke Kerbe schlägt wie hierzulande die Wagenknecht. Streitbar, aber argumentativ auch in (m)einem akademisch-woken (früher: salonlinken) Umfeld nicht von der Hand zu weisen. Trotzdem eher quergelesen als sorgfältig studiert.

Herrn Hases Haarsträubende Abenteuer No.7 - Ganz im Ernst von Lewis Trondheim fand ich im Vergleich zu den anderen Bänden etwas nichtssagend, daran konnten auch die skurrilen Interviewpartner von Hases Freundin nix ändern. Das Herr-Hase-Reboot Die neuen Abenteuer des Herrn Hase No.1 - Eine bessere Welt  - wir haben die 90er verlassen und es gibt mittlerweile Smartphones mit Dating-Apps - ist hingegen wirklich spitze! Ungewöhnlich stringent erzählt - Herr Hase will sich korrekt verhalten und löst einen verheerenden Polizeieinsatz aus. Mit bitteren Anklängen an das Bataclan-Massaker in Paris 2015. 

Lange habe ich auf die dritte Ausgabe der TSVEYFL - Dissensorientierte Zeitschrift mit dem Schwerpunkt Anarchismus und Autonomie warten müssen. Hat sich unterm Strich so halb gelohnt, wenn ich M.F.J. Schnetkers "Die Freiheit, die sie meinen" und F. Schuhs "Digital selves, digital work & digital labor" als gelungenste von insgesamt sieben Aufsätzen zu Grunde lege.

Abschließend ein gescheitertes Vorhaben: Mit Jack Karouaghs Big Sur bin ich ganze 14 Seiten weitergekommen und hab mittlerweile wohl komplett den Rückholfaden verloren. Und auch andere Lesepläne für die nun verflossenen Ferien bleiben wohl noch länger aufm Eis. Zum Glück werden sie mir nicht weglaufen! Denn nun, der Jahreskreis wird sich ja wohl nicht ändern, kommt ja der Herbst und mit ihm weniger Ablenlung durch Freibad und Beachbar.


Sonntag, 6. Februar 2022

Punks Not Dead, Väterchen Lichtwolf!


AKTUALISIERT! (6. Februar 2022)

Dochdoch, das Bild von Seite 72 im aktuellen Lichtwolf – Zeitschrift trotz Philosophie kenne ich so ähnlich auch: Eine beeindruckende Reihe Thomas Pynchon im Regal. Meine ist aber im Zuge der letzten Großen Ausmistung deutlich geschrumpft. Die gelesen-und-für-gut-befundenen Romane Versteigerung von Nr 5 und Vineland hat es ebenso ins örtliche 2nd-Hand-Regal getrieben wie ihre Geschwister, die mich als kaum- oder gar ungelesene Mahnmale bei jedem Staubwischen (eher selten) an meine mangelnde Lesedisziplin erinnerten. Hinfort damit! Geblieben sind mir Bleeding Edge und Die Enden der Parabel, die ich je bis zur Hälfte geschafft habe und auch irgendwie mochte. Mußestunden des Ruhestands, der Arbeitslosigkeit oder irgendwelcher Reha-Maßnahmen werden mit zunehmendem Alter sicher auf mich zukommen, dann hab ich ausreichend Zeit für die beiden dicken Kerlchen. Bis dahin erfreue ich mich lieber an den Zusammenfassungen des Pynchon-Kenners Bdolf, der dessen Oeuvre als Kanon des Unfugs im Heft unterbringen konnte. Thema der Ausgabe: Fug. Ein altmodisches Wort, ein komischer Titel, ließ mich erstmal stutzen, und ich denke, das ist von den Macher/innen meines neuen Lieblingsfanzines auch so beabsichtigt gewesen. Fug, das ist ein nahezu vergessenes Wort, das uns in seiner Negation „Unfug“ noch vertraut ist. Genauere Definitionen, etymologische Nachweise und Spurensuche in der Literatur gibt es im Propädeutikum und Michael Helmigs launigem Beitrag „Greise Worte“ denn auch zuhauf, ehe es mit Thimoteus Schneideggers Essay „Die Ahnung des Fugs“ intellektuell herausfordend wird, trotz auflockernder Rorschach-Illustrationen (Grillhähnchen und Frosch). Späte Rache, daß ich die akademische Philosophie nach wenigen Semestern geschmissen habe, weil zu logikintensiv für den verspielten Geist. Doch es geht in dem Artikel auch und zuvörderst um Ahnungen und Ahndungen, da wird der Romantik-Fan in mir veritabel bedient und versöhnt. Sogar mein schiefgewachnsner BFOM E.T.A. Hoffmann kriegt etwas Screentime, da macht es doch Spaß, die Rübe rauchen zu lassen beim Versuch, das Ding zu kapieren.

Leichter machen es mir da Katharina Körting mit „Mehrheitsfähig reaktionär“, einer auf jeder Party zitierfähigen Betrachtung über Kitsch & Kunst & Fernsehfilm, sowie eine Vielzahl Rubriken und kleinerer Artikel. Immer gern lese ich „Fremde Heere Rechts“, eine Presseschau über die Neue Rechte, diesmal um staunenswerte journalistische Ausfälle aus linken und mittleren Hirnen ergänzt. Ein schönes dickes Ding also, diese Ausgabe, und als Independent-Zine eine glückliche Entdeckung an sich, die ich auch gern ein paar Jahre früher gehabt hätte.

Was Indie-Presse betrifft: Marc Hieronimus stellt den „Ungefügten“ Fritz Eric Hoevel vor, dessen Magazin „Ketzerbriefe“ mir auch schonmal begegnet ist. Und bei aller Sympathie für Ketzerei hatte ich seinerzeit auf den zweiten Blick den Herzkasper gekriegt: Ist das etwa Fascho-Verschwörungs-Libertarian-Shit? Wo ist bloß die Schublade, in die ich das stecken soll? Und will ich sowas wirklich lesen? Schön, dass mir „Die Falle des verbotenen Kapierens“ da bei der Meinungsbildung hilft. Und zwischen Kritik und Respekt ausreichend Raum läßt, die Denke eines wirklich unangepaßten Geistes, Marxisten und Psychoanalytikers ohne Vorurteile kennen zu lernen. Berufsbedingt werde ich ja neuerdings zwangs-woke resozialisiert (Seminare, Diskurse, U30-Kolleg*innen). Wo ich es mir gerade in meiner bärtigen Alt-Linken-Flaschenbierkneipe „Zum Wagenknecht“ so schön bequem gemacht hatte! Vor diesem Hintergrund klingeln aber im Hoevel-Interview alle Alarmglocken: "Strukturell antisemitische Verschwörungsnarrative"! "Islamophobie"? Sogar das "N-Wort"! Doch klingeln sie vielleicht zu Unrecht, zu hysterisch, zu vernagelt? Was ist Kritik, was Ressentiment? Hoevel macht jedenfalls keine Gefangenen, schert sich in seinen polemischen Einlassungen um nix und trifft gelegentlich ins Schwarze. - Also nehme ich aus der Lektüre Folgendes mit: Die neuen Schubladen hab ich recht schnell dazugelernt. Und obwohl spannend, ganz koscher ist der Typ nicht.

Mein zweiter Höhepunkt der Ausgabe ist Ewgeniys Kasakows „Fugen der Zeit“ über den postsowjetischen Punk Boris Usow und sein Magazin „Swajas Wremen“. Eine spannende Künstlerpersönlichkeit in einer spannen Umbruchzeit. Tolle Texte und Zitate, umfassend recherchiert und vorgestellt. Ein wahnsinnig inspirierender Essay, den ich nach Abschluss meiner Lektüre noch ein zweites Mal lesen mußte, bevor ich dann nach Monaten mal wieder die Gitarre umgeschnallen und losdreschen mußte. Punk not dead, Väterchen Wombat! Eine aktivierende Ausgabe. Fug ya all!

----

nachtrag: textpassagen aus "fugen der zeit" fanden mit freundlicher genehmigung des autors verwendung in einem video, das teil der performance "nena und der wolf" am 13.11.2021 war. eine kollaboration mit dem moerser künstler andreas baschek zur kräftigung der allgemeinen ambiguitätstoleranz. andreas baschek auf insta: https://www.instagram.com/p/CV4zloIDznR/

 https://youtu.be/I5SczcQPY9M 



 

Donnerstag, 1. Juli 2021

Dr. Sommerferien - In eigener Sache

1.7.2021

Ich habe diesen Blog als kleines, eher für den Privatgebrauch gedachtes Lesetagebuch zu schreiben begonnen. Anlass war eine gähnende innere Leere und äußere Langeweile angesichts eines ersten Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Da ich beruflich "in der Veranstaltungsbranche" tätig bin, hatte ich plötzlich mehr Zeit, als ich für mich allein sinnvoll nutzen konnte. 

Ich habe folglich angefangen, über ausnahmslos jedes gelesene Buch ein bisschen was aufzuschreiben. Vor allem im Fandom meiner Heftchenserie, aber gelegentlich auch an anderer Stelle gab es eine schöne Resonanz, die mich angenehm überrascht und gebauchpinselt hat. Das hat natürlich auch meine eigenen Ansprüche in die Höhe getrieben, was die Qualität der Artikel angeht. 

Nun - Sommer 2021, fast 1 1/2 Jahre später -  habe ich einen kleinen Durchhänger, was das Projekt hier angeht. Das Leben hat mich zurück, jede Minute vorm Bildschirm ist mir lästig. Daher mache ich jetzt mal eine Pause, mindestens die NRW-Sommerferien über. 

Der Vollständigkeit halber kommen jetzt noch ein paar Bemerkungen zu meinen jüngsten Lektüren, doch dann ist erstmal Funkstille. Vielleicht führe ich danach den Bücherbums auf Sparflamme weiter, vielleicht schreibe ich auch nur noch für phantastik-news.de - die Rückmeldungen von dort sind ermutigend, ich kann mein Hobby-Geschreibsel ohne inneren Druck nach Gusto fortführen und bleibe Maddrax und den Autor/innen&Publikationen treu, denen eine Rezi im Bücherbums ein bisschen was bedeutet oder hilft. Ich würde mich dann aber - logo - auf aktuelle Veröffentlichungen aus der Phantastik beschränken. 

Ausserdem habe ich neulich eine Warnung von einem ebenfalls bloggenden Freund gehört, dass mit den windigen Abmahnkanzleien, die systematisch Urheberrechtsverletzungen im Netz aufspüren, nicht zu spaßen ist. Auch nicht, wenn man einen kleinen schmieigen Privatblog betreibt, den  nur eine Handvoll Leute lesen - es kann zu hohen Geldforderungen kommen! Darauf habe ich absolut keinen Bock und einige Artikel vorläufig offline genommen. Wenn ich an langen dunklen Wintertagen Zeit habe, sichte ich das verwendete Bildmaterial, setze ordentliche Verlinkungen oder ersetze das ein oder andere Foto. Doch auch dazu fehlt mir momentan die Energie.

So, und das hier fehlt noch im Bücherbums: 

Rainer Mausfeld. Angst und Macht - Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien Eine knappe und treffende Analyse aus klassisch-linker Perspektive. Angst als Instrument zur Meinungsbeeinflussung und Lenkung. Präpandemisch erschienen! Dem Autor ist gelegentlich ein Hang Richtung Verschwörungstheorie vorgeworfen worden. Diese Kritik ist nicht gänzlich unplausibel, aber Mausfeld muss sich absolut nicht vorwerfen lassen, zu Coronazeiten mit den Querdenkern oder gar braunem Gesocks rumgemacht zu haben.

Thomas Bauer. Die Vereindeutigung der Welt - Eine unterhaltsame, nicht gerade überkomplexe Betrachtung über den Mangel an Ambiguitätslust in der Moderne und ihre Folgen.

Michael Mikolaijczak. Sumi - Ein ambitioniertes deutschsprachiges Comicprojekt, das zahlreiche Zeichner/innen und ihre teils radikalen Ästhetiken in einer kaleidoskopartig zersplitterten Geschichte vereint. Manchmal etwas zu arty, mit einem anrührenden Ende. Lesenswert.

Levent Kesik. Alis vs Aliens - Durchgeknallte Culture-Clash-SF-Parodie, die eine ausführliche Rezi verdient hätte. Die Lesereihe Sociétee Fantastique, die ich hier in Moers initiiert habe, wird im Winter den Autor zu Gast haben und das Buch vorstellen - vielleicht schreibe ich dann was Längeres und Spezifischeres.

Karl Popper. Alles Leben ist Problemlösen - Reden und Aufsätze des großen Verteidigers der bürgerlich-liberalen Demokratie. Ich brauchte, auch einer Folge der zermürbenden Corona-Diskussionen in der eigenen Bubble, mal etwas anderen theoretischen Input als immer nur die üblichen Phrasen über Neoliberalismus und Solidarität. Ich stimme zwar vielem nicht zu, finde Popper in seinem individualistisch-freiheitlichen Ansatz aber grandios und lesenswerter denn je.

Mittwoch, 30. Juni 2021

Wiedergelesen: Robert M. Pirsigs Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten

Es ist sicher fünfzehn oder mehr Jahre her, dass ich Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten las. Pirsigs autobiographisch beeinflusster Roman hat seinerzeit, in dem 70ern nämlich, ziemlich Furore gemacht, wenn auch im angelsächsischen Sprachraum deutlich mehr als hierzulande. Allzuviel Staub angesetzt hat der Hippie-Klassiker aber meiner Meinung nach kaum, auch wenn heute niemand mehr auf die Idee kommen würde, einen Ölwechsel auf dem Parkplatz eines Restaurants durchzuführen, wie im Buch beschrieben. 

Doch was der Roman zu sagen hat - und die übersichtliche Handlung ist letztlich nur ein Vehikel für Pirsigs philosophische Betrachtungen - trifft auch 2021 ins Mark. Denn unser globale kapitalistische Wirtschaftsweise, geprägt durch das westlich-abendländische Denken, das sie hervorgebracht und so erfolgreich gemacht hat, kommt mit Klimawandel und Pandemien an das natürliche Ende, das schon seit Jahrzehnten als Warnung der Experten gebetsmühlenartig wiederholt wird. Die Katastrophen werden Realität. Doch warum ist unser Weltbild so wie es ist? Und kann man die Welt verändern, wenn man die Sicht auf sie anpasst, die Illusion der Getrenntheit von Subjekt und Objekt aufgibt? Digitalität spielt in ZudKeMzw noch keine, oder kaum eine, Rolle. Die Maschine als Hervorbringung unseres Geistes aber sehr wohl, und als solche wird sie weder verteufelt noch vergöttert. Der Buddha jedenfalls, so Pirsig, steckt auch in den Getrieben und Platinen - wir müssen ihn nur sehen und verstehen. Doch Vorsicht! Der Weg dorthin ist steinig und gefährlich. 

Über den Begriff der Qualität, den Pirsig als Bindeglied zwischen romantischer und technischer Weltsicht, als unbestimm-, aber unabdingbares Dao ins Denken bringt, ist im angesächsischen Raum viel diskutiert worden. Hierzulande kaum. Zu subjektiv, lösungsorientiert, hippieesk für die akademische Philosophie. Er schont sich und seiner Leser nicht auf seiner Gebirgstour durch die Monolithen abendländischen Denkens. Dennoch, eine gewinnbringende Lektüre - ein Touch Lebenshilfe ist drin, zugegeben. Aber keine Kalenderweisheiten.

Montag, 3. Mai 2021

1. Mai 2021 - Migration, Desolation, Revolution!

So ein Arbeiter/innen-Kampftag im Corona-Lockdown kann eine triste Angelegenheit sein, wenn man ihn nicht mit Radtour bei herrlichem Sommerwetter inklusive Kundgebung, Coverband und labbrig gezapften Pils beim DGB verbringen kann. Für revolutionäres Flair sorgte in meinem Bett, das ich den ganzen Tag kaum verließ, eine Re-Lecture von Büchners Dantons Tod. Das Drama zeigt zwar im wesentlichen, wie die gute Sache dogmatisch in den Despotismus kippt - ein Blick in die Geschichte legt nahe, dass es sich bei diesem Vorgang leider um eine Naturgesetzlichkeit zu handeln scheint - und ist somit nicht wirklich empowering, dafür macht Georg Büchners bilderreiche Sprachgewalt ordentlich was her. Der puritanische Hardliner Robbespierre gegen den sinnesfreudigen, aber mit dem Klassenfeind kollaborierenden Danton - da gibt es keine Seite, auf die ich mich schlagen mag. Labe ich mich lieber an Sätzen wie: Das Nichts hat sich ermordet, die Schöpfung ist seine Wunde. Wir sind die Blutstropfen, die Welt ist das Grab, worin es fault.

Varfault, wie eine gammelige Apfelkitsche sieht auch die Welt von Lis aus, einer Nomadin, die Frauke Berger in ihrer zweibändigen Graphic Novel GRÜN ein Mittel gegen den Wiederausbruch der pflanzlichen Seuche suchen läßt, die ihren ausgebeuteten, lebensfeindlichen Planeten gänzlich unbewohnbar zu machen droht. Begleitet von einem Mensch-Pflanze-Hybridwesen und unterirdisch lebenden Mädchen mit Raubtiergebiß begegnet sie auf ihrer Reise allerlei werkwürdigen Wesen, die mal verschlagen, mal hilfbereit sind, aber durchgehend einer herrlich verschrobenen Phantasie entsprungen - zum Staunen und Zittern. Ob der Rohrwald, die Bibliothekare oder die gewaltigen vierbeinigen Archen: Eine Dystopie wie diese habe ich noch nie gelesen. Allerdings muß ich zugegebn, dass Frauke Bergers eigensinnige Bildsprache mir vielerorts zu schwer lesbar war, ich den Plot in vielen Panels geradezu mühsam enträtseln musste. So hat es mich wieder und wieder aus der Lektüre rausgehauen, ein Abtauchen und Versinken war nur teilweise möglich. Nicht schlecht, aber auch Arbeit am Tag der Arbeit...

Da mach ich es doch lieber wie Jack Karouacs Figur Ray Smith in The Dharma Bums, das ich in einer etwas altbackenen deutschen Übertragung gelesen habe, bei deren Titel Gammler, Zen und hohe Berge ich nicht so recht wußte, ob ich jetzt lachen oder weinen sollte. Ray jedenfalls ist auf der Suche nach Erleuchtung und macht sich mit dem Buddhisten Japhy Ryder auf den Weg ins Gebirge. Nicht nur dort, auch auf Gartenpartys oder in der Skid Row Friscos, finden der vor Begeisterung über die Wunder der Welt, die kosmischen Zusammenhänge und die neu zu beggreifenden Weisheiten überschäumende junge Mann Zeichen, Erkenntnisse, Lehre und Leere. Und es wird ausgiebig gefaulenzt und getrunken, alles mit spiritueller Legitimation. So sehr Kerouacs poetische Sprache auch zu fesseln vermag: Das ungebrochene naive Abfeiern der neu zu entdeckenden Religion - woke Akademiker*innen könnten auch maulen, das hier sei der Roman einer kulturellen Aneignung, gähn... - hat auf der langen Strecke auch was Enervierendes, weshalb ich die letzten 20 Seiten auch nur noch pflichtschuldig überflog. Auf sich allein gestellt, auf dem Gipfel des tristen Berges Desolation, macht Ray noch eine Menge tolle geistige Entdeckungen wie auf den 150 Seiten zuvor auch schon, bevor er zurück ins urbane Treiben klettert. Für mich wars da auch längst Zeit für ne abendliche Runde um die Häuser.


Montag, 12. April 2021

In schlechter Gesellschaft - Der Lichtwolf No. 73 ist unterirdisch gut

Is' ja jetzt auch gut ein Jahr her, dass ich von SARSCov2-Lockdown-Langeweile gepeinigt beschloss, über alles, was ich so lese, in einem kleinen schmierigen Online-Lesetagebuch ein paar Sätzchen zu veröffentlichen. Der ein oder andere Artikel ward seither auch von anderen als nur mir selbst gelesen, 4 davon sogar kommentiert *wow-emoji*, und im Fandom der Pulpheftchenserie meines Vertrauens hat sich mein BÜCHERBUMS sogar ein gewisses Standing erarbeitet. Hätt ich im April 2020 auch noch nicht gedacht. Da mein 💓-Heftchen Maddrax - die dunkle Zukunft der Erde (💓) 14tägig erscheint, nimmt es natürlich nicht wunder, daß die diesbezügl. Einträge rund ein Drittel der insgesamt 87 in diesem Jahr gelesenen "Bücher" ausmachen. Weitere Statistiken zum Wiegenfeste: Comics 24,14% und Weiteres aus der Abteilung Phantastik/SF/Unterhaltung/Kolportage/WTF 16,09% - was im Umkehrschluss bedeutet, daß ich Sachbüchern und feuilletontauglicher Literatur, die meiner Bildung als Citoyen und meiner Charakterschulung doch weit dienlicher wäre, nur ein gutes Viertel meiner Aufmerksamkeit als Leser gewidmet habe, 24 (zumeist dünne) Druckerzeugnisse. 

Zeitschriften und Zeitungen sind in dieser Privatstatistik nicht erfasst. Allein schon weil ich außer gelegentlich mal dem OX kaum welche lese. Aktuelles und Essayistisches erreicht mich ich i.d.R. übers Netz - Alptraum der Printbranche.

Das ändert sich mit diesem Eintrag! Denn mit nur 19 Jahren Verzögerung habe ich den LICHTWOLF für mich entdeckt - laut Selbstdarstellung die "neue Moralische Quartalsschrift alter Schule für den verarmten Geistesadel", was in Einfache Sprache übersetzt soviel wie PHILOSOPHIEMAGAZIN bedeutet. Einen nämlichen Titel kennt man aus dem Zeitschriftenregal bei Kaufland, redaktionell verantwortet von Svenja Flaßpöhler und gerne einen Spontankauf wert. Die verkaufte Auflage des LICHTWOLF liegt lt. Wikipedia bei 150 Exemplaren, bestellen kann man per ISSN oder direkt beim Kleinverlag. Das Magazin atmet auf jeder Seite den Spirit, aus dem es einst als Studiprojekt an der Freiburger Uni entstand: Optisch irgendwas zwischen Schülerzeitung und Fanzine, inhaltlich ist von niederschwelligem Punk bis zum Fachartikel, die mich mehr als einmal aus der Kurve haut, alles am Start. Das eigene Philosophiestudium war Mitte der 90er und gildet ausserdem nicht, weil nach 5 Semestern abgebrochen. Doch muß ich nicht bei jedem Thema auf der Höhe des Diskurses sein, um einen unbändigen Spaß an diesem tollen Magazin zu haben. 

Jede Ausgabe des LICHTWOLF folgt einem Schwerpunktthema. Ein paar alte Hefte hab ich schon nachbestellt und quergelesen, zur druckfrischen No.73 mit dem Titel "unterirdisch" schreib ich jetzt mal was. Nahezu alle Essays im Heft beschäftigen sich mit dem, was unter unseren Füßen ist - der Moskauer U-Bahn zum Beispiel, dem Hobbykeller des Freundes, Pilzen, der Hohlwelttheorie... Ausgehend vom Höhlengleichnis, der Mutter aller Verschwörungsmythen, verquickt Michael Helmig persönliche Höhlengänge mit Platons Urerzählung, Bernhard Horwatitsch reflektiert über das Verborgene in Politik und Gesellschaft. Von ihm lerne ich auch das geile Wort "Arkankompetenz". Dank der Illustration zu Sarah Maria Lenks Artikel über das Rhizom, nämlich dem Foto von 2 Jahre alten Kartoffeln, glaube ich auch endlich mal was Poststrukturalistisches verstanden zu haben, und der etwas komplizierte, aber lohnenswerte Ausflug Osman Hajjars in die Scharia und eine islamische Volkserzählung haben mich unverhofft über einen Tellerand gucken lassen, von dem ich noch gar nicht wußte, dass es ihn gibt. Außerdem - neben zahlreichem aphoristischem Kleinkram - toll: Elisa Nowaks marxistischer Blick auf die Frage nach dem Sinn des Ganzen und die Serviceleistung "Was Rechte schreiben" - ein Blick in die Magazinlandschaft der Braunen, "damit wir es nicht selbst lesen müssen." Danke dafür! Doch was mich am LICHTWOLF über Gebühr begeistert, sind nicht nur die einzelnen Artikel, die so schön albern, ernst, fundiert und trotzdem unseriös, pubertär, erwachsen, künstlerisch und wissenschaftlich zugleich sind. Auch das ästhetische Gesamtpaket euphorisiert mich: Die Schreibmaschinenschrift, die Faust mit der Narrenkappe, der irgendwie lebensreformerisch anmutenden Schriftzug. Der Bargfeld=Bastelbogn war für mich der Lacher der Woche und eine Anregung, mal wieder was von Arno Schmidt zu lesen. Ich glaube allerdings kaum, dass das die Gewichtung zwischen Kunst und Kolportage in diesem Tagebüchlein hier ernsthaft verschieben würde. Trotzdem bin ich froh wie der Mops im Haferstroh über meine neue intellektuelle Herausfordung - einmal pro Quartal den LICHTWOLF lesen!